So nah und doch so fern

Mittlerweile habe ich ziemlich gute Freunde, das war nicht immer so, denn früher waren meine Freunde wie rot polierte Äpfel im Supermarkt – falsch und am schnellsten verdorben. Auch mit männlichen Freunden war das immer so eine Sache … sie waren mir die besten Freunde, bis einer einen Partner fand. Dann waren sie weg… Vor einem ähnlichen Dilemma befinde ich mich gerade wieder. So große Hoffnung habe ich in diese Freundschaft, alles läuft perfekt auf dem Weg zum besten Freund…und das ganze Gipfelte vor einiger Zeit in einem herzerwärmenden freundschaftlichen Brief, der mir zeigt wie viel ich ihm Wert bin. Klingt perfekt – denkt man jetzt. War es aber nicht – merke ich jetzt- nachdem etwas Zeit vergangen ist. Ich sagte ihm, wie sehr ich mich über seine Zeilen erfreute und dass es mir mit Ihm genau so erging und irgendwie habe ich das Gefühl seit diesem Moment rudert er zurück. Er merkt es wahrscheinlich selbst nicht mal … aber dennoch tut er es… Es sind kleine Worte und Gesten, die mich aber mehr stören als ich selbst von mir erwartet hätte… Es ist, als würde er zurücknehmen wollen, was er schrieb oder als hätte er Angst, ich würde aus seinen Zeilen mehr lesen als ihm beim Verfassen lieb war … Ein Gefühl wie winzige eiskalte Nadeln, die in mein Herz stechen nimmt über all die positiven Gedanken überhand, wenn er wieder einen Kommentar abgibt, der besser nicht ausgesprochen hätte werden sollen. Und dazwischen sind sie wieder, die Augenblicke, in denen wir auf einer Wellenlänge sind So nah und doch so fern … Natürlich denke ich daran, dass es auch sein kann, dass es an meinem Betrachtungswinkel liegt. Eventuell ist alles beim Alten, nur ich sehe genauer hin, seit ich weiß, dass ich nicht nur irgendeine Freundin bin… sondern auf dem Weg eine sehr gute zu werden. Aber ist es nicht auch Freundschaft sich manchmal unter die Lupe zu nehmen, um am Ende sagen zu können „prüfe was sich eng befreundet“? Aber eins ist geblieben wie eh und Je und das ist mir das wichtigste … Ich bin mir immer treu und es hilft enorm in zwischenmenschlichem Herumgedusel eine Konstante zu haben … Wir werden sehen wie es weiter geht. Gute Nacht meine Lieben Yuki

Startgedanke

Dies hier ist nicht mein erster Blog, aber vielleicht wieder einer, der mir so sehr ans Herz wächst wie seine Vorgänger. Warum ich nicht beim Ersten geblieben bin? Man hat ja auch nicht sein Leben lang ein einziges Tagebuch… zwar gehen einem im Internet die Seiten nicht aus, aber dennoch fühlt sich eine Website irgendwann verbraucht an. Außerdem gibt es von Mal zu Mal wieder Dinge, die ich anders angehen würde. Dieses mal möchte ich mich nicht von Anfang an vorstellen, vieles wird sich im Laufe der Zeit sowieso ergeben. Ich habe das Gefühl, würde ich mich mit Name, Alter, Beruf, Wohnort, Foto und so weiter vorstellen, gäbe ich meinen Lesern einen geistigen Rahmen, der es ihnen unmöglich machen würde die Geschichten und Gedanken, die ich teilen möchte, unvoreingenommen zu lesen. Dennoch möchte ich euch ein bisschen was von mir erzählen. Ich bin eine extrovertierte Persönlichkeit und trotzdem oder sogar deshalb gehe ich gerne mit mir aus, dann trinke ich einen Kaffee mit mir selbst, sinniere über Morgen, reminisziere über Vergangenes, denke über Zwischenmenschliches nach und komme dann doch immer wieder zum Entschluss, dass das Leben aus Kapiteln besteht. Nicht alle Kapitel sind abgeschlossen und nicht alle verlaufen chronologisch, aber es liegt an einem selbst es so gut wie möglich zu gestalten. Manchmal kann man mit etwas Mut auch ein Kapitel beenden auch wenn die Geschichte an dieser Stelle eigentlich noch weiter gegangen wäre. Als treue Freundin würde ich mich beschreiben, loyal, ehrlich, aber nicht abhängig. Ich verzeihe und bin nicht nachtragend, trotzdem weiß ich, wann es Zeit ist sich von Menschen zu verabschieden, über die man sich nicht ständig ärgern möchte. Mein Papa schrieb einmal in mein Poesiealbum „Mache im Leben nie zweimal den gleichen Fehler, denn die Auswahl ist groß genug.“ Und das ist etwas, an das ich mich stetig erinnere. Ich bemühe mich nicht nur meine Fehler nicht immer zu wiederholen, sondern auch aus den Fehlern anderer zu lernen… man muss ja nicht ständig das Rad neu erfinden um nicht auf die Nase zu fallen. Ich streite gerne. Die Menschen haben vergessen, dass Streit nicht immer nur negativ ist, ich sehe es eher als „Wettstreit“ wer nie streitet drückt sich entweder immer vor einer Konfrontation, oder sieht vor Naivität – wahlweise Dummheit- keine Missstände. Dabei meine ich mit streiten eigentlich fast nie „sich anschreien“ oder „handgreiflich werden“, denn Schlagfertigkeit ist meine Waffe und damit bin ich ziemlich zielsicher. Sie zu verwenden habe ich in meiner Schulzeit gelernt, denn ohne wäre ich wohl einfach implodiert – aber dazu ein andermal. Natürlich kann man Adjektive immer nur in Relation zu anderen wirklich einordnen, dennoch würde ich sagen, dass ich ziemlich schlau bin. Schlauer als die Meisten, aber auch dümmer als Viele. Es gibt ja auch unglaublich viele extrem kluge Menschen, aber einige von denen waren beim Philosophieren und Forschen bestimmt auf Rauschmitteln … 😉 Ja, selbstbewusst bin ich auch, ich halte recht viel von mir, aber ich habe auch meine Probleme… das ganze umhergedenke macht mich oft ziemlich melancholisch… und so richtig darüber reden kann ich mit fast niemandem. Entweder, weil sich andere mit den Problemen nicht befassen, oder weil sich selten Situationen ergeben in denen man über tiefgründige Gedanken sprechen kann. Nicht über Liebe und Tod, darüber wurde schon viel gesagt, an mancher Stelle zu viel. Über das Universum, über unsre wichtige Nichtigkeit über die Untiefen in den eigenen Gedanken. Und da sind wir auch schon bei dem Punkt angekommen, warum ich blogge. Es gibt Dinge, die sich anonym besser beschrieben lassen. nicht, weil ich anderen manche Dinge nicht erzählen will (ich bin sehr offen, wenn man mich fragt ^^), sondern weil die Menschen hier unvoreingenommen sind. Ihr antwortet nicht aus Eigennutz. Ihr könnt nicht eifersüchtig sein. Ihr seid ehrlich. Ihr seid Leute, mit denen ich vielleicht so nie ins Gespräch kommen würde. Ihr bringt eine andere Perspektive mit. Und wir haben was gemeinsam, wir sind im Internet, schreiben über etwas und haben das Gefühl, jemanden könnte es interessieren. Warum mein Blog jemanden interessieren könnte ? Ich glaube es gibt viele Umherdenker wie mich, die auch nicht wissen, wohin mit ihrem Gedachten… Für mich ist eines meiner größten Ziele mich ständig geistig weiter zu entwickeln. Stillstand kommt Rückschritt gleich. Und das geht am besten wenn man sich auf Fremde einlässt … ;P – geistig…

Liebe Grüße eure Yuki